Bedeutung Karneol

Karneol ist ein Chalcedon und erhielt durch seine Farbe einen eigenen Namen. Die Namensherkunft dieses Edelsteins ist heute nicht mehr zu klären. Im Mittelalter wurde er als „corneolus“ und später als „Cornelius“ bezeichnet. Laut dem Werk von Hildegard von Bingen (Physika) wurde er seiner Farbe wegen nach der Kornelkirsche (lat.: cornum) benannt. Über die Jahrhunderte hinweg und durch Verfälschungen kam er zu seinen heutigen Namen. Karneol wurde schon im Altertum als Schmuckstein und Energiestein geschätzt. Im alten Ägypten galt er als „Lebensstein“. Sie glaubten der Karneol könne die Lebenskräfte erneuern und gaben ihn daher eine bedeutende bei Bestattungsritualen und als Grabbeigabe. Nach dem ägyptischen Totenbuch war er eine magische Rüstung für das Leben nach dem Tod. Da sich Karneol leicht bearbeiten lässt, wurde er schon damals zur Herstellung von Kunstgegenständen verwendet. Der älteste Fund, eine Kette, lässt sich auf das Jahr ca. 3500 vor Christus datieren. Oft wurden auch Gemmen oder Siegelringe aus ihm geschnitzt, die meistens Glücksymbole, Schutzsymbole und Schutzgottheiten zeigten. So trugen zum Beispiel Ramses II. und Martin Luther einen Siegelring aus Karneol. Im Mittelalter trug man den Karneol als Schutz gegen Verzauberung. Hildegard von Bingen zählte Karneol zu den bedeutendsten Heilsteinen und beschrieb seine Wirkung gegen Kopfschmerzen, Blutungen, Husten und Erkältungskrankheiten Marbod von Rennes (1035–1123) und Albertus Magnus (1193–1280) schrieben ihm zusätzlich eine beruhigende Wirkung auf das Gemüt zu. Später war man davon überzeugt, Karneol könne die Anziehungskraft auf Frauen erhöhen, wenn er von Männern getragen wird.

Wirkung Karneol

Der Karneol verleiht Standfestigkeit, Mut und Tatkraft. Er hebt nicht nur die Laune, sondern hilft durch lösungsorientiertes Denken, sich Anforderungen zu stellen oder Probleme zu bewältigen. Zudem unterstützt dieser Heilstein die Hilfsbereitschaft für die Umwelt und fördert den Gemeinschaftssinn sowie Idealismus. Karneol schenkt wieder Lebensfreude und Vitalität.

Hildegard von Bingen und Karneol

Der Karneol entstammt eher von warmer als von kalter Luft und wird im Sande gefunden.

Wer Nasenbluten hat, erwärme Wein und lege den Karneol darin ein. Wenn er dann davon trinkt, werden seine Nasenbluten aufhören. <

Meditation mit Karneol

Durch die Meditation kann bei Unterleibbeschwerden helfen. Ebenso können Entscheidungen leichter getroffen werden.

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